Im Miniaturen-Hobby fliegen ständig Abkürzungen herum: NMM, OSL, Zenithal, Wet Blending. Hier steht, was sie bedeuten – jeweils in zwei, drei Sätzen und ohne Vorwissen. Wenn dir ein Begriff fehlt, schreib mir, dann kommt er dazu.
Ganz neu im Hobby? Was du zum Start wirklich brauchst und was es kostet, steht im Einsteiger-Guide: Wo fange ich beim Miniaturenmalen an?
Grundlagen und Werkzeug
- Resin (Harz)
Sammelbegriff, der im Hobby für zwei verschiedene Dinge benutzt wird: für gegossene Figuren aus Kunstharz und für Figuren aus dem Harz-3D-Drucker. Beides ist Kunststoff, beides ist detailreich und beides ist spröder als der Plastik-Bausatz aus der Spielebox. Vor dem Grundieren wäscht man Resin ab, weil Rückstände sonst verhindern, dass die Farbe hält.
- Resin-Guss (Kaltguss)
Das klassische Verfahren kleiner Hersteller: Ein Urmodell wird in einer Silikonform abgeformt, dann wird flüssiges Zweikomponentenharz eingegossen. Jedes Stück ist ein Abguss aus derselben Form. Typisch sind sehr feine Oberflächen, dafür gelegentlich Gussgrate, kleine Luftblasen oder ein Angusszapfen, den man absägt.
- Resin-Druck (Harzdruck, SLA/MSLA)
Hier wird kein Harz gegossen, sondern schichtweise ausgehärtet: Ein Bildschirm belichtet flüssiges Fotopolymer mit UV-Licht, Schicht für Schicht. Das Ergebnis ist extrem detailliert, braucht aber Nacharbeit – Stützstrukturen entfernen, in Isopropanol waschen, unter UV-Licht aushärten. Beim Umgang mit flüssigem Harz gehören Handschuhe und Lüftung dazu.
- FDM (Filamentdruck)
Das andere Druckverfahren: Ein Kunststofffaden wird geschmolzen und Bahn für Bahn aufgetragen. Günstiger, ungiftiger und für große Stücke die einzige praktikable Wahl, dafür sieht man bei feinen Details eher Schichtlinien. Wie weit man damit kommt, zeigt die Folge über XXL-Büsten aus dem 3D-Drucker.
- Grundierung (Primer)
Die erste Schicht auf der nackten Miniatur. Sie sorgt dafür, dass Farbe überhaupt hält, meist als Spray oder mit der Airbrush aufgetragen. Üblich sind Schwarz, Weiß und Grau; die Wahl beeinflusst, wie hell oder dunkel alles darüber wirkt.
- Zenithal
Eine Grundierung in mehreren Stufen: erst dunkel von allen Seiten, dann heller schräg von oben, manchmal noch Weiß von ganz oben. Dadurch sind Licht und Schatten schon vorgezeichnet, bevor die erste Farbe kommt.
- Basecoat
Die deckende Grundfarbe eines Bereichs, also zum Beispiel das Rot des Umhangs, bevor Schatten und Lichter dazukommen.
- Nasspalette
Eine Palette mit feuchtem Schwamm und Spezialpapier. Die Farbe trocknet darauf nicht so schnell an, bleibt länger streichfähig und lässt sich besser verdünnen. Für Übergänge praktisch unverzichtbar. Wie du dir eine aus Plastikteller, Küchenrolle und Backpapier selbst baust, steht im Einsteiger-Guide.
- Pinsel
Wichtiger als die Marke sind Spitze und Wasseraufnahme: Ein guter Pinsel läuft beim Ausstreichen in eine feine Spitze und gibt die Farbe gleichmäßig ab. Für Miniaturen reichen zwei, drei Größen; Kunsthaar ist günstig und robust, Rotmarder hält die Spitze besser. Welche Werkzeuge sich wirklich lohnen, sortiert TheTableNerd in der Tools-Tier-List im Podcast.
- Airbrush
Eine kleine Spritzpistole mit Kompressor. Sie ist stark bei großen Flächen, Grundierungen, Farbverläufen und Versiegelung. Feine Details malt man trotzdem meist mit dem Pinsel. Für den Einstieg ist sie kein Muss – was ein erstes Set kostet, steht im Einsteiger-Guide.
- Varnish (Klarlack)
Eine Schutzschicht über der fertigen Bemalung, matt, seidenmatt oder glänzend. Ohne Klarlack kann schon Klebeknete beim Transport Farbe und Kantenlichter abreißen.
- Konsistenz
Wie stark die Farbe verdünnt ist. Sie entscheidet über fast alles: Zu dick, und Details verschwinden. Zu dünn, und es deckt nicht. Für Kantenlichter arbeitet man eher mit wenig verdünnter Farbe, für Übergänge mit stark verdünnter.
- Medium
Eine farblose Flüssigkeit, die man statt Wasser zum Verdünnen nimmt. Sie erhält die Bindekraft der Farbe und verhindert Ränder und sichtbare Pinselstriche. Verbreitet sind Glaze Medium für Lasuren und Blending Medium für längere Offenzeit.
Farbtypen
- Wash und Shade
Stark verdünnte, dunkle Farbe, die in die Vertiefungen läuft und dort Schatten setzt. Auf kleinen Flächen ein schneller Gewinn, auf großen Flächen zieht sie gern sichtbare Ränder.
- Contrast-, Speedpaint- und Xpress-Farben
Sehr stark eingefärbte Lasuren, die in einem Auftrag zugleich Fläche und Schatten setzen. Auf heller Grundierung entsteht so in kurzer Zeit ein brauchbares Ergebnis. Für Armeen ideal, für Display-Figuren meist nur ein Zwischenschritt.
Jeder Hersteller nennt sie anders, gemeint ist im Kern dasselbe Prinzip: Contrast bei Citadel – seit 2026 Warhammer Colour –, Speedpaint bei The Army Painter, Xpress Color bei Vallejo, 1-Step bei Monument Hobbies (PRO Acryl), Instant Colors bei Scale75 und Dipping Inks bei Green Stuff World. Unterschiede gibt es bei Fließverhalten, Deckkraft und Farbauswahl, nicht im Grundgedanken.
Und noch eine Namensverwirrung: Die Farbreihe von Games Workshop hieß jahrelang Citadel Colour und heißt seit März 2026 Warhammer Colour. Die Farbe dahinter ist laut Hersteller dieselbe geblieben, nur der Name auf dem Topf ist neu. Wer also ein älteres Rezept mit Citadel-Farben findet, kann es unverändert nachmischen.
- Glaze (Lasur)
Eine sehr dünne, durchscheinende Farbschicht. Sie verschiebt einen Ton leicht oder glättet einen Übergang, ohne die Details zuzudecken.
- Metallics
Farben mit echten Metallpigmenten. Sie glänzen von allein, verhalten sich aber anders als normale Farbe: Sie decken oft schlechter und lassen sich schwerer mischen.
- Pigmente
Farbpulver, das für Staub, Rost, Schlamm oder Asche aufgetragen wird. Es wirkt matt und körnig und wird meist mit einem Fixierer festgesetzt.
Techniken
- Layering
Farbe in mehreren dünnen Schichten aufbauen, jede etwas heller oder dunkler und etwas kleiner als die vorherige. So entstehen Verläufe aus vielen kleinen Schritten.
- Edge Highlight (Kantenlicht)
Eine feine helle Linie auf der Kante, die Licht andeutet und die Form schärft. Typisch für den Stil von Games Workshop. Wichtig ist, das Modell beim Malen zu drehen, damit die Kante aus mehreren Blickwinkeln funktioniert.
- Drybrush (Trockenbürsten)
Farbe auf den Pinsel nehmen, fast vollständig abstreifen und dann über die erhabenen Stellen wischen. Betont Struktur und ist perfekt für Fell, Stein, Ketten und Bases. Zusammen mit dem Grundieren die erste Übungs-Challenge im Einsteiger-Guide.
- Wet Blending
Zwei Farben werden nass ineinander gemalt, sodass der Übergang direkt auf der Figur entsteht. Geht schnell, verlangt aber Tempo, weil die Farbe nicht antrocknen darf.
- Glazing
Übergänge mit vielen hauchdünnen Lasuren weich machen. Langsamer als Wet Blending, dafür kontrollierbar und der übliche Weg zu sehr weichen Verläufen.
- NMM – Non-Metallic Metal
Metall wird mit ganz normalen Farben gemalt. Der metallische Eindruck entsteht allein durch harte Kontraste zwischen sehr hellen und sehr dunklen Stellen. Sieht auf Fotos oft eindrucksvoller aus als echte Metallfarbe, verlangt aber ein klares Lichtkonzept.
- TMM – True Metallic Metal
Metall mit echten Metallfarben, aber sauber abgestuft: dunkel schattiert, hell akzentuiert, mit gesetzten Kantenlichtern. Weniger aufwendig als NMM und auf dem Spieltisch oft wirkungsvoller.
- OSL – Object Source Lighting
Eine Lichtquelle in der Szene selbst, etwa eine Laterne, ein Feuer oder ein Zauber, färbt die Umgebung ein. Wirkt stark, wenn die Richtung konsequent durchgehalten wird, und fällt sofort auf, wenn nicht.
- Freihand
Gemalte Muster, Wappen, Schriftzüge oder Ornamente ohne Vorlage auf der Figur. Häufig auf Umhängen, Bannern und Schilden.
- Battle Damage
Gemalte Kratzer, Abplatzer und Roststellen. Eine verbreitete Methode ist der Schwammtrick: mit einem Stück Schaumstoff Farbe auftupfen, sodass unregelmäßige Abplatzer entstehen.
- Batch Painting
Immer derselbe Arbeitsschritt an vielen Figuren hintereinander, statt eine Figur komplett fertigzustellen. Der Standardweg, um eine Armee in vertretbarer Zeit zu bemalen.
Airbrush
- Dual Action und Single Action
Bei einer Single-Action-Airbrush regelt der Hebel nur die Luft, die Farbmenge stellst du vorher ein. Bei Dual Action steuerst du beides über denselben Hebel: drücken für Luft, ziehen für Farbe. Für Miniaturen ist Dual Action der Normalfall.
- Düse und Nadel
Das Herz der Airbrush. Die Nadel gibt die Farbe frei, die Düse bündelt den Strahl. Übliche Größen liegen bei 0,2 bis 0,4 Millimetern: kleiner für feine Linien, größer für Grundierungen und dickere Farben. Beides ist empfindlich und verbiegt leicht.
- Kompressor
Liefert die Luft. Ein Tank sorgt für gleichmäßigen Druck und weniger Laufgeräusch, ein Wasserabscheider hält Kondenswasser aus der Leitung. Für Miniaturen arbeitet man meist mit niedrigem Druck, etwa 1 bis 2 bar.
- Airbrush-Thinner und Flow Improver
Thinner verdünnt die Farbe auf Sprühkonsistenz, ungefähr wie Milch. Flow Improver verzögert das Antrocknen an der Düse. Beides ist nicht dasselbe wie Wasser: Wasser verdünnt zwar, schwächt aber die Bindekraft der Farbe.
- Tip Dry
Angetrocknete Farbe an der Nadelspitze. Der Strahl wird dadurch unregelmäßig oder spuckt. Hilft: kurz abwischen, Farbe etwas dünner ansetzen oder Flow Improver zugeben.
- Spiderwebs und Spritzer
Typische Fehlerbilder. Spinnenbeinartige Ausläufer entstehen, wenn die Farbe zu dünn ist oder der Druck zu hoch. Grobe Spritzer bedeuten meist das Gegenteil: zu dicke Farbe oder zu wenig Druck.
- Overspray
Farbnebel, der neben der Zielstelle landet. Kontrolliert man über Abstand, Druck und Abdeckungen. Bei Miniaturen arbeitet man deshalb oft nah und mit wenig Druck.
- Reinigung und Backflush
Nach jeder Farbe wird gespült. Beim Backflush hält man die Düse zu und drückt Luft zurück in den Farbbecher, sodass Rückstände gelöst werden. Regelmäßig wird die Airbrush zusätzlich zerlegt und die Nadel gereinigt.
- Maskieren
Bereiche abkleben, damit sie keine Farbe bekommen, etwa mit Maskierband, Maskierflüssigkeit oder Knetmasse. Grundlage für harte Kanten, Streifen und saubere Farbfelder.
- Spritzkabine und Schutz
Acrylfarben vernebeln beim Sprühen. Eine Spritzkabine mit Absaugung oder das Arbeiten am offenen Fenster und eine Maske sind sinnvoll, besonders bei Grundierungen und Lacken.
Bases, Sockel und Präsentation
- Base
Der Sockel, auf dem die Miniatur steht, meist rund oder oval. Beim Spielen ist ihre Größe geregelt, beim Display Painting ist sie Teil der Gestaltung. Wie man sie günstig aufwertet, steht im Basing-Guide.
- Basing
Das Gestalten dieser Fläche: Struktur aufbauen, bemalen und mit Gras, Steinen, Laub oder Schnee ergänzen. Oft der schnellste sichtbare Qualitätssprung an einer Figur.
- Tufts (Grasbüschel)
Vorgefertigte Büschel aus Kunstgras, die aufgeklebt werden. Praktisch auch, um Übergänge und kleine Fehler zu verdecken.
- Plinth (Sockel)
Ein Präsentationssockel aus Holz, Stein oder Kunststoff, auf den die fertige Figur gesetzt wird. Er hebt sie aus der Spielwelt heraus und schützt die Base beim Anfassen.
Im Deutschen sagen die meisten schlicht Sockel, „Plinth“ ist die englische Bezeichnung und taucht vor allem in Shops und bei Wettbewerben auf. Gemeint ist dasselbe.
- Sockelarten
Üblich sind gedrechselte Holzsockel, Sockel aus Kunststein oder Marmor und schlichte Acrylquader. Dunkle Hölzer wirken klassisch, helle modern. Wichtiger als das Material ist, dass der Sockel die Figur nicht überstrahlt.
- Pinning
Ein Metallstift, meist Messing- oder Stahldraht, verbindet Figur und Base oder Sockel. Er hält deutlich besser als Kleber allein und ist bei größeren Figuren Pflicht.
- Diorama
Eine gebaute Szene mit einer oder mehreren Figuren, die einen Moment erzählt. Wie eine Geschichte entsteht und warum weniger oft mehr erzählt, erklärt Tobythebrush im Beitrag über Storytelling.
Dioramenbau
- Vignette
Die kleine Schwester des Dioramas: eine Figur, manchmal zwei, mit knapper Umgebung auf kleiner Fläche. Der übliche Einstieg, weil der Aufwand überschaubar bleibt. Was darunter gehört, steht im Guide für realistische Bases.
- Groundwork
Der Bodenaufbau einer Szene: Struktur, Erde, Steine, Bewuchs. Er entsteht vor der Bemalung und entscheidet darüber, ob eine Figur irgendwo steht oder nur auf einer Scheibe.
- Struktur- und Erdpaste
Dickflüssige Massen, mit denen Boden, Schlamm oder Beton aufgebaut werden. Es gibt sie fertig im Hobbyhandel, aus dem Künstlerbedarf oder als Spachtelmasse aus dem Baumarkt.
- Statisches Gras und Flock
Kunstfasern, die Bewuchs darstellen. Mit einem Begrasungsgerät stellen sie sich elektrostatisch auf und wirken wie echtes Gras. Flock ist feiner und eher Moos oder Untergrund.
- Wassereffekte
Pfützen, Bäche und Tümpel entstehen aus Zweikomponenten-Epoxidharz, UV-Harz oder fertigen Gelen. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Bemalung versiegeln, dann das Wasser, sonst wirkt die Oberfläche matt statt nass.
- Komposition
Wie Figur, Höhe und Elemente auf der Fläche angeordnet sind. Faustregeln: Figur leicht außermittig, Luft in Blickrichtung, ein Höhenunterschied als Rückgrat, und die Figur bleibt der Blickfang.
- Storytelling
Die Szene beantwortet die Frage, was gerade passiert ist. Eine einzige klare Aussage wirkt stärker als drei Ideen auf derselben Base.
- Maßstab
Größenangabe wie 28, 32, 54 oder 75 Millimeter, meist gemessen bis zu den Augen. Beim Dioramenbau wichtig, weil Material aus der Natur im falschen Maßstab sofort auffällt: Ein Kieselstein kann ein Fels sein oder ein Findling.
- Mutterfarbe
Eine Grundfarbe, die in allen Mischungen einer Szene steckt, oft ein Erd- oder Olivton. Sie sorgt dafür, dass Figur und Umgebung zusammengehören, so wie Licht in der Natur Farbe zurückwirft.
Szene, Wettbewerbe und Community
- Display Painting
Eine Miniatur für die Vitrine bemalen statt für den Spieltisch: ein Einzelstück, aus der Nähe betrachtet, mit viel Zeit. Ausführlich erklärt auf der Seite Display Painting und Tabletop.
- Tabletop-Standard
Eine Bemalung, die aus ein bis zwei Metern wirkt und sich auf viele Figuren übertragen lässt. Grundfarbe, Wash, Trockenbürsten, ein Highlight – zügig und robust.
- Boxart
Das Bild auf der Verpackung, also die Herstellerbemalung. Für viele der Zielstandard. Achtung: Die Farbangaben auf der Box entsprechen selten dem, was für das Bild tatsächlich verwendet wurde.
- ‚Eavy Metal
Das hauseigene Bemalteam von Games Workshop, das die Boxarts malt. Der Begriff steht auch für den Stil: saubere Flächen, klare Kantenlichter, reproduzierbare Rezepte.
- Golden Demon
Der bekannteste Bemalwettbewerb von Games Workshop, in Europa unter anderem auf der SPIEL in Essen. Angemeldet wird vor Ort am Veranstaltungstag. Wie eine Teilnahme abläuft, erzählt ein Gewinner im Beitrag zum Golden Demon.
- Pile of Shame
Der Stapel ungebauter und unbemalter Miniaturen, den fast jeder hat. Manche nennen ihn auch Pile of Opportunity – dieselbe Kiste, bessere Laune.
- Kitbash
Eine Figur aus Teilen verschiedener Bausätze zusammensetzen, um eine eigene Pose oder Ausrüstung zu bekommen.
- Sculpting und Green Stuff
Modellieren mit Zweikomponentenmasse, um Lücken zu füllen oder Details zu ergänzen. „Green Stuff“ ist die bekannteste Masse und steht umgangssprachlich für alle davon.
- Magnetisieren
Kleine Magnete in Arme, Waffen oder Bases einsetzen, damit Teile austauschbar werden. Praktisch für Spielvarianten und für den Transport großer Figuren.
Fehlt dir ein Begriff?
Du weißt noch nicht, wo du anfangen sollst? Der Einsteiger-Guide sortiert Werkzeug, Übungen und passende Miniaturen nach deinem Level.
Diese Liste wächst mit dem Blog. Wenn dir etwas fehlt oder eine Erklärung unklar ist, schreib mir – ich nehme es auf. Vieles davon erklären Gäste ausführlich im Display Miniatures Talk, und Schritt für Schritt üben kannst du es in den Workshops in Hannover.
Häufige Fragen zu den Begriffen
Was bedeutet NMM beim Miniaturen bemalen?
NMM steht für Non-Metallic Metal. Metall wird dabei mit normalen Farben gemalt, der metallische Eindruck entsteht durch harte Kontraste zwischen sehr hellen und sehr dunklen Stellen. Die Alternative ist TMM, also echte Metallfarben, sauber abgestuft und mit Kantenlichtern.
Was ist der Unterschied zwischen einem Wash und einer Contrast-Farbe?
Ein Wash ist stark verdünnte dunkle Farbe, die in die Vertiefungen läuft und nur Schatten setzt. Eine Contrast- oder Speedpaint-Farbe ist eine kräftig eingefärbte Lasur, die in einem Auftrag zugleich die Fläche einfärbt und die Schatten setzt.
Was ist eine Zenithal-Grundierung?
Eine Grundierung in Stufen: zuerst dunkel von allen Seiten, dann heller schräg von oben und manchmal Weiß von ganz oben. Dadurch sind Licht und Schatten schon angelegt, bevor die eigentliche Bemalung beginnt.
Ist Resin dasselbe wie Harzdruck?
Nicht ganz. „Resin“ heißt im Deutschen schlicht Harz und wird für beides benutzt: für gegossene Figuren aus einer Silikonform und für Figuren aus dem Harz-3D-Drucker. Beim Guss entsteht jedes Stück als Abguss aus derselben Form, beim Druck wird flüssiges Fotopolymer schichtweise mit UV-Licht ausgehärtet. Für dich als Maler ist beides ähnlich: waschen, entgraten, grundieren.
Was ist der Unterschied zwischen Contrast, Speedpaint und Xpress Color?
Vom Prinzip her nichts: Alle drei sind stark eingefärbte Lasuren, die Fläche und Schatten in einem Auftrag setzen. Contrast ist der Name bei Citadel, Speedpaint bei The Army Painter, Xpress Color bei Vallejo; dazu kommen 1-Step von Monument Hobbies, Instant Colors von Scale75 und Dipping Inks von Green Stuff World. Sie unterscheiden sich in Fließverhalten, Deckkraft und Farbauswahl.
Heißen die Citadel-Farben jetzt Warhammer Colour?
Ja. Games Workshop hat die Reihe im März 2026 von Citadel Colour in Warhammer Colour umbenannt. Laut Hersteller ist es dieselbe Farbe mit neuem Namen, alte Rezepte mit Citadel-Farbnamen funktionieren also weiterhin.
Heißt es Plinth oder Sockel?
Beides meint dasselbe: den Präsentationssockel unter einer fertigen Figur. „Sockel“ ist das deutsche Wort, „Plinth“ die englische Bezeichnung, die vor allem in Shops und bei Wettbewerben verwendet wird.
Welche Düsengröße brauche ich für Miniaturen?
Für Miniaturen sind Düsen zwischen 0,2 und 0,4 Millimetern üblich. Kleine Düsen eignen sich für feine Linien und Verläufe, größere für Grundierungen, Lacke und dickere Farben. Wer nur eine Airbrush hat, fährt mit 0,3 Millimetern gut.
Wofür brauche ich ein Medium statt Wasser?
Wasser verdünnt die Farbe, schwächt aber ihre Bindekraft und begünstigt Ränder und sichtbare Pinselstriche. Ein Medium hält die Farbe geschmeidig und dehnbar, was besonders bei Lasuren und weichen Übergängen den Unterschied macht.
